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Streuobstwiesenbesitzer gesucht!

Mit dem Projekt Pflege gegen Nutzung wirbt das MainÄppelHaus am Lohrberg dafür, verwaiste Streuobstwiesen am Berger Hang wieder zu bewirtschaften. An Interessenten mangelt es nicht, doch die Eigentümer der Grundstücke zu finden, gestaltet sich mitunter schwierig.

„Viele Eigentümer sind aufgrund ihres Alters nicht mehr in der Lage, ihre Streuobstwiesen zu bewirtschaften und die Nachkommen haben oftmals kein Intereresse daran“, beschreibt Anika Hensel vom MainÄppelHaus die Problematik. Auf der anderen Seite gäbe es zahlreiche Interessenten, die gerne eine Streuobstwiese pachten und bewirtschaften möchten. Bei dem Projekt Pflege gegen Nutzung geht es vor allem um das Gebiet am Berger Südhang. Dort gibt es rund 270 Einzelparzellen. „Wir kennen inzwischen mehr als 75 Prozent der Eigentümer, doch um die Grundstücke vermitteln zu können, wäre es natürlich wichtig, möglichst alle zu kennen,“ macht Hensel deutlich.

Mähen einmal pro Jahr

Bevor eine Parzelle einem Interessenten angeboten werden, gibt es eine gemeinsame Besichtigung und Bewertung. Danach werden diese gekennzeichnet, denn Grenzsteine fehlen meist.  Bei manchen Grundstücken geht es auch darum, einen Käufer finden. „Zu den Aufgaben der Pächter gehört es, die Wiese einmal pro Jahr zu mähen. Neben dem Baumschnitt ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Biodiversität auf dem Grundstück erhalten bleibt“, beschreibt Hensel einige der Aufgaben. Bei den Interessenten handelt es sich meist um jüngere Familien, die natur- und umweltbewusst denken. Für sie stellt die Betreuung einer Streuobstwiese eine sinnvolle Arbeit dar, die der Pflege einer uralten Kulturlandschaft dient.

Was macht der Apfel im Astloch? Diese Frage konnten wir bei unserem Besuch einer Streuobstwiese am Heiligenstock auch nicht beantworten.

Lernen in der Streuobstakademie

„Manche der Interessenten besitzen wenige Vorkenntnisse, was die Pflege der Obstbäume anbetrifft“, weiß Hensel aus Erfahrung. „Mit unserer Streuobstakademie bieten wir daher ein ganzjähriges Fortbildungsprogramm an.“ Von der klassischen Baumpflege über die Unterwuchspflege bis hin zum Arten- und Naturschutz umfasst das Programm alle wichtigen Bereiche für Streuobstbewirtschafter. Die neuen Kurse starten im Januar. Da sie im Freien und mit den notwendigen Kontaktbeschränkungen stattfänden, sei Corona kein Problem, ergänzt die Umweltpädagogin.

Wer Streubstwiesenbesitzer ist oder einen kennt, kann sich gerne unter der Mailadresse info@MainAeppelHausLohrberg.de oder folgender Telefonnummer melden: (069) 47 99 94.

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