Kleingärten

Vogelfütterung: Soll man, oder soll man nicht?

Es kann sich nur noch um Tage handeln bis die Temperaturen unter Null sinken. Und damit stellt sich die alljährliche Frage: Soll man Vögel während der Wintermonate füttern oder ist das ein unzulässiger Eingriff in die Natur? Und, wenn doch, wie füttert man richtig?

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Kohlmeisen gehören zu den selbstbewussten Besuchern an jeder Futterstation. Bildquelle: © Kurt Bouda / PIXELIO

Ich gebe zu, ich gehöre zu denen, die Spaß daran haben, den Piepmätzen beim Besuch der Futterstelle zuzuschauen. Man lernt, dass Vögel einen festen Rhythmus haben und sich zu bestimmten Zeiten am Futterhäuschen einfinden. Man entdeckt, dass es vorwitzige und eher schüchterne Vogelarten gibt. Und man kann beobachten, dass weniger beliebte Inhalte der Futtermischung gnadenlos aussortiert und über Bord geworfen werden, wo sie dann mit etwas Glück noch von den bevorzugt bodennah fressenden Arten aufgepickt werden.

Auf artgerechtes Futter und eine saubere Futterstelle achten

Bei meiner Beschäftigung mit dem Thema bin ich auf die lesenswerten Tipps des Naturschutzbunds NABU gestoßen, der gegen die Fütterung heimischer Vögel nichts einzuwenden hat, sofern sie artgerecht geschieht. Wichtig ist vor allem, dass geeignetes Vogelfutter und nicht etwa Nahrungsreste wie Brot, Kekse oder gewürzte Speisen angeboten werden. Außerdem sollte die Futterstelle stets sauber und trocken gehalten werden, damit das Futter nicht verdirbt. Ideal sind hängende Vorrichtungen wie Meisenknödel und Futterglocken oder die etwas schickeren Futtersilos, die ihren Inhalt erst nach und nach freigeben. Wer im Futterhäuschen oder wie ich in einer überdachten Fensternische füttert, sollte darauf achten, täglich immer nur so viel anzubieten wie auch verzehrt wird und die Unterlage öfters säubern.

Beim Futterkauf auf den Zusatz ambrosiafrei achten

Ambrosiasamen
Ambrosiasamen lassen sich relativ leicht von Sonnenblumenkernen unterscheiden und auch aussieben. Bildquelle: ambrosiainfo.de

Ein spezielles Problem, insbesondere für die Fütterung im Garten, stellt die Verunreinigung des handelsüblichen Vogelfutters mit den Samen der stark allergen wirkenden Beifuß-Ambrosie (kurz: Ambrosia) dar. Beim Kauf von Vogelfutter sollte man daher stets auf den Zusatz ambrosiafrei achten. Eine hundertprozentige Garantie hat man dennoch nicht, wie die Stiftung Ökotest in mehreren Studien nachgewiesen hat. Wer sichergehen will, dass er den ungebetenen Gast nicht in seinen Garten einschleppt, kann die verwendete Futtermischung jedoch mit wenig Aufwand durchsieben.

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