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Viel los beim Aktionstag der Klimawerkstatt Ginnheim

Die Drei von der Klimawerkstatt Ginnheim: (v. l. n. r.) Wiebke Kabel, Nadia Thierauf und Sybille Fuchs.

Mit Pflanzen ist es so eine Sache: Entweder herrscht Überfluss, weil alle Samen gleichzeitig aufgehen und Stauden sich munter vermehren, oder es herrscht Ebbe. In beiden Fällen kommt eine Tauschbörse wie die des Ginnheimer Kirchplatzgärtchens gerade recht. Auch in diesem Jahr wechselten wieder viele vorgezogene Gemüsepflanzen und Ableger von einem in den anderen Garten.

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass die Aktiven des Ginnheimer Kirchplatzgärtchens jedes Jahr im Mai zur Pflanzentauschbörse einladen. Viel hat sich getan seit die Ginnheimer Kirchplatzgärtner um Initiatorin Sybille Fuchs das Urban-Gardening-Projekt in 2013 starteten, um den bis dahin kahlen Ginnheimer Kirchplatz zu beleben. Heute laden bepflanzte Gabionen und Sitzbänke zum Verweilen ein. Wer mag, kann im öffentlichen Bücherschrank nach interessanter Lektüre stöbern. Ein kunstvolles Mosaik verschönert die ehemals kahle Wand gegenüber der Kirche. Und auch inhaltlich hat sich das Projekt weiterentwickelt: Sybille Fuchs gründete 2018 die Klimawerkstatt Ginnheim, die vom urbanen Gärtnern einen thematischen Bogen zur Versorgung mit Biolebensmitteln von regionalen Erzeugern, regenerativer Energieerzeugung sowie einem klimaschonenden und nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen schlägt.

Buntes Sammelsurium von Töpfen mit Pflanzen, die auf Abnehmer warten.
Bei der jährlichen Pflanzentauschbörse des Ginnheimer Kirchplatzgärtchens werden überzählige Pflanzen und Gartenwissen geteilt.

Wachsendes Netzwerk für klimafreundlichen Lebensstil

Das breite Themenspektrum der Klimawerkstatt Ginnheim zeigte sich auch beim Aktionstag am Sonntag. Neben der Möglichkeit, Pflanzen für den eigenen Garten zu tauschen oder gegen eine Spende zu erstehen, gab es verschiedene Informationsangebote rund um einen klimafreundlichen und sozialen Lebensstil. Die befreundeten Nachbarschaftsprojekte Tortuga aus Eschersheim und Heddernheim im Wandel, die ebenso wie die Klimawerkstatt Ginnheim durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert werden, sowie saloonY aus der Ginnheimer Platensiedlung stellten sich vor. Der Verein Sonneninitiative informierte über die Möglichkeiten regenerativer Energiegewinnung. Und wer wollte, konnte sich mit Hilfe des Solarkochers der Klimawerkstatt Ginnheim einen Espresso aus 100 Prozent Sonnenenergie zubereiten lassen.

Sich von anderen anregen lassen: Was hast Du im vergangenen Jahr bereits für den Klimaschutz getan und wie kannst Du 2019 noch besser werden?

Mit Jung und Alt ins Klima-Gespräch kommen

Wie es sich für einen Aktionstag gehört, waren die Besucher zum aktiven Mitmachen eingeladen. Vom botanischen Spaziergang mit Kirchplatzgärtnerin Elke Peters über das Basteln bienenfreundlicher Samenbomben mit Kindern bis hin zur Besichtigung des begrünten Dachgartens von Sybille Fuchs und Jan Jacob Hofmann gab es vielfältige Anknüpfungspunkte, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Eben darin liegt die große Stärke der Gemeinschaftsgärten und Nachbarschaftsinitiativen: Die Menschen im Stadtteil zu vernetzen, den Wissensaustausch zu fördern und neue Initiativen entstehen zu lassen. Wir sind nach einem anregenden Sonntagnachmittag auf dem Ginnheimer Kirchplatz mit Peperoni- und Sesampflanzen für unseren Garten und frischen Impulsen für einen klimafreundlichen Lebensstil nach Hause geradelt und kommen im nächsten Jahr gerne wieder….

Radler und Klimaschützer aufgepasst: Die Klimawerkstatt Ginnheim sucht Dich als tatkräftige Unterstützung:

“Wir suchen einen kommunikativen Menschen, der ab Juni 2019 mit unserem „Fahrrad-Klimainfomobil“ (einem Fahrrad mit Anhänger) an zwei bis drei Nachmittagen pro Woche, aber auch mal Abends oder am Wochenende, für ca. jeweils 2-3 Stunden (15 Euro/Std.) durch die Stadt radelt und den Klimaschutzgedanken und unser Projekt unter die Leute bringt. Du sprichst Menschen an, informierst sie mit Hilfe unserer Materialien über Energiesparen, Upcycling, Reparieren, Gärtnern etc. Natürlich besteht die Möglichkeit, hier auch Deine eigenen Ideen einzubringen. Du solltest neugierig sein und auch gerne ein wenig handwerklich arbeiten. Die Stelle eignet sich hervorragend für Student*innen oder auch als Minijob.”

Falls Du nun Lust hast auf einen klimafreundlichen Freiluftjob, freut sich die Klimawerkstatt Ginnheim auf Deine zeitnahe Kurzbewerbung per E-Mail. Mehr Infos findest Du unter www.klimawerkstatt-frankfurt.de oder www.facebook.com/klimawerkstatt.ginnheim

KONTAKT: klimawerkstatt.ginnheim@yahoo.com

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