Allgemein Rund ums Beet Selbermachen

Natürliche Helfer im Garten


Wer in der neuen Saison in seinem Garten bei der Schädlingsbekämpfung, Pflanzenkrankheiten, aber auch bei Putzaktionen auf den Einsatz von Chemie verzichten will, der kann einfach auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen. Wir stellen drei natürliche Helfer vor.

Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten können das Gärtnerglück nachhaltig trüben. Die Regale in den Baumärkten und Gartencentern sind voll von Produkten, die versprechen, rasch Abhilfe zu leisten, doch oftmals sind sie teuer und die Inhaltsstoffe giftig für Pflanzen, Tiere und den Menschen. Das gleich gilt bei klassischen Reinigungsmitteln für Blumentöpfe, Gartenwege und -Möbel. Doch es geht auch anders.

Natron

An erster Stelle unter den natürlichen Helfern steht aus meiner Sicht Natron. Das weiße Pulver ist nicht nur ein vielseitiges Reinigungs- und Heilmittel im Haus. Auch im Garten leistet es gute Dienste.

Beikraut entfernen: Gegen Unkraut (wertfreier: Beikraut) hilft 1 Esslöffel Natron aufgelöst in kochendem Wasser. Das Ganze in eine Sprühflasche füllen und das ungewünschte Beikraut damit besprühen. Dabei unbedingt auf genügend Abstand zu den essbaren Pflanzen achten.

Gegen Mehltau und Läuse:  Auch gegen Pilzbefall wie Mehltau und Blattläuse hilft ein Spritzmittel aus einem halben Teelöffel Natron und Wasser. Um mehr Haftfestigkeit auf der Pflanze zu gewährleisten, kann man etwas Speiseöl und geriebene Kernseife ins Gießwasser geben. Gegen Schild- und Wollläuse sollte noch ein Esslöffel Bio-Spiritus dazugegeben werden.

Ameisen vertreiben: Obwohl Ameisen im Grunde nützliche Tiere im Garten sind –sie lockern den Boden auf uns halten schädliche Insekten in Schach – können sie in Masse sehr lästig sein. Mit einer Mischung aus Puderzucker und Natron lassen sie sich wirksam vertreiben.

Gartengeräte und Blumentöpfe entkalken: Wie im Haushalt hilft Natron auch im Garten gegen Kalk. Unansehnlicher Kalkbelag auf Ton und Terrakottatöpfen kann mit einer Mischung aus Wasser, Zitrone und Natron entfernt werden. Bei sehr starkem Belag ist Essigessenz und Wasser wirksamer.

Kaffeesatz sollte gut durchgetrocknet sein, damit er nicht schimmelt.

Kaffeesatz

Kaffeesatz landet meistens im Müll. Doch eigentlich ist er viel zu schade zum Wegwerfen, denn er enthält noch viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Stickstoff, Phosphor und Gerbsäure. Die braunen Krümel sollten allerdings gut durchgetrocknet sein.

Dünger herstellen: Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist Kaffeesatz ein hervorragender Pflanzendünger. Vor allem Gurken, Zucchini, Tomaten und Beerensträucher sowie Rosen und Geranien mögen ihn. Um die Pflanzen zu düngen, arbeitet man den Kaffeesatz um die Wurzeln herum ein. Doch Vorsicht: Weniger ist mehr! Als Faustregel gilt: 1 Mal pro Jahr Zimmerpflanzen und 4 Mal pro Jahr Gartenpflanzen düngen. Kaffeesud kann man übrigens einfach ins Gießwasser geben.

Schnecken abhalten: Kaffeesatz ist auch ein wirksamer Schutz gegen gefräßige Schnecken. Einen Ring brauner Krümel um die bedrohten Pflanzen streuen hält sie ab – jedenfalls bis zum nächsten Regen.

Wespen vertreiben: Auch Wespen lassen sich wirkungsvoll mit Kaffeesatz vertreiben. Dazu müssen die getrockneten Krümel entzündet werden, am bestem in einem Aschenbecher oder auf Räucherkohle. Der Geruch ist für uns Menschen kaum wahrnehmbar, aber die Insekten mögen ihn gar nicht.

Kompostierhilfe: Während Wespen Reißaus nehmen, lieben Regenwürmer Kaffeesatz. Regelmäßig in den Kompost eingestreut, sorgt er dafür, dass die Population an Würmern rasch zunimmt und damit auch der wertvolle Humus.

Holzasche

Holzasche ist ein vielseitiges Hilfsmittel im Garten und fällt gerade jetzt im Winter an. Wichtig ist jedoch, dass es sich bei der Verwendung um unbehandelte Hölzer handelt. Kohleasche, wie sie fürs Grillen verwendet wird, eignet sich dagegen nicht, denn sie enthält meist Schwermetalle und andere gefährliche Rückstände.

Dünger herstellen: Dank wertvoller Inhaltsstoffe wie Kalium und Kalk eignet sich Holzasche hervorragend als Dünger – vor allem bei eher sauren und lehmigen Böden. Als Faustregel gilt 30 Gramm Asche pro Quadratmeter in den Boden einarbeiten. Gerade wenn es windig ist, kann man sie aber auch einfach ins Gießwasser geben. Um Komposterde anzureichen, sollte eine dünne Schicht Holzasche zwischen die Lagen auftragen werden.

Algen- und Moose entfernen: Auf feuchten Terrassen und in Gewächshäusern machen sich manchmal gerne Algen und Moose breit. Um diese zu entfernen, wird zunächst eine dicke Ascheschicht aufgetragen und mit Wasser aus einer Sprühflasche besprüht. Einige Minuten einwirken lassen, dann den Boden mit heißem Wasser und einer Bürste abschrubben.

Wurzelbeikräuter entfernen: Zwar sind Wurzelbeikräuter wie Löwenzahn und Spitzwegerich wertvolle Heilpflanzen. Doch im Beet und zwischen Bodenplatten können sie auch lästig werden. Bestäubt man die Beikräuter im Herbst regelmäßig mit Asche, werden sie in ihrem Wachstum gehemmt und treiben im Frühjahr nicht mehr aus.

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