Rund ums Beet

Feldsalat liefert zartes Grün für Herbst und Winter

Der kluge Gärtner ist seiner Zeit ja immer ein wenig voraus. Wer gerne Feldsalat isst, sollte ab Mitte August ein Plätzchen im Beet freiräumen, um ein paar Reihen von dem leckeren Grün einzusäen. Dann kann noch in dieser Saison geerntet werden. Das funktioniert übrigens auch im Balkonkasten oder Pflanzkübel.

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Wer jetzt sät, wird im Winter mit zartem Grün belohnt, Bildquelle: Wikimedia Commons

Mein liebstes Grün in Herbst und Winter sind die nussig-knackigen Blättchen des Feldsalats (regional auch als Mause- oder Hasenöhrchen-, Rapunzel-, Nüsschen- oder Vogerlsalat bekannt). Wer vor dem Winter noch ernten möchte, sollte den Feldsalat im August und September aussäen. Je nach Sorte und Witterung benötigen die rosettenförmigen Pflänzchen zwischen sieben und elf Wochen bis sie voll ausgebildet sind. Dafür vertragen sie aber auch niedrige Temperaturen bis hin zu Frost problemlos. Verschiebt sich der Aussaatzeitpunkt in den Oktober, kann man die zarten Keimlinge auch mit Vlies oder Reisig abdecken. Dann liefern sie das erste frische Grün im neuen Jahr.

Feldsalat wächst auch im Blumenkasten

Von den Wuchsbedingungen ist der Feldsalat recht anspruchslos: Da er zur Familie der Baldriangewächse gehört, muss man sich über Fruchtfolgen kaum Gedanken machen. Als Schwachzehrer bietet er sich für die Nachfrucht auf den vom Sommer abgeräumten Beeten an. Diese Genügsamkeit macht ihn sogar zu einem Kandidaten für die Anzucht auf dem Fensterbrett oder dem Balkon. Hier dürften die sommerlichen Temperaturen aber noch etwas zu hoch sein – die Samen keimen vorzugsweise unter 20 Grad und sollten als Dunkelkeimer mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und leicht angedrückt werden.

Ernte-Tipps für Feldsalat

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Im Winter gerne auch pikant mit Speck, kleingeschnittenen Datteln und Nüssen, Bildquelle: Wikimedia Commons
  • Eine Geduldarbeit, aber die Ausbeute lässt sich vergrößern, indem man immer nur die äußeren Blätter erntet – die Pflanze treibt wieder aus.
  • Alternativ mit Messer oder Schere die gesamte Rosette, aber nicht zu tief, abschneiden. Auch hier erfolgt oft noch ein zweiter Austrieb.
  • Abends ernten – das Sonnenlicht sorgt für einen niedrigeren Nitratgehalt in den Pflanzen. Über Nacht steigt dieser wieder an.
  • Nicht bei akutem Frost ernten, der macht die Blätter schnell glasig und matschig.

 

 

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