Rund ums Beet

Alte Obst- und Gemüsesorten: Roter Meier

Eine weitere Pflanze, die wir in unserer Reihe „Alte Sorten“ vorstellen möchten, ist der Rote Meier, auch als Spinatamaranth bekannt. Wie beim Guten Heinrich handelt es sich um eine alte Kulturpflanze, die schon seit Jahrhunderten in unseren Breitengraden als Gemüse verwendet wird, aber in Vergessenheit geriet – zu unrecht, wie wir finden. Der Rote Meier ist nicht nur robust und lässt sich leicht im Garten oder im Kübel ziehen, er ist auch schmackhaft und sehr gesund.  

Beim Roten Meier handelt es sich um eine Amaranthsorte, die ursprünglich in Südeuropa heimisch war und von den Römern nach Nordeuropa mitgebracht wurde. Seitdem kennt man die Pflanze auch hierzulande als nahrhaftes Blattgemüse. Erst durch die Einführung des ertragreicheren Spinats aus Persien im späten Mittelalter wurde der Roten Meier nach und nach verdrängt. Noch bis vor ca. 100 Jahren war der Spinatamaranth in den heimischen Gärten als Zierpflanze weit verbreitet, geriet aber dann ganz in Vergessenheit. Dabei ist der Rote Meier sehr gesund und nahrhaft: Die Blätter enthalten viel Vitamin C, Carotinoide, Eisen und Kalzium und können sowohl roh als Salat, als auch gedünstet wie Spinat gegessen werden. Beim Kochen verlieren sie ihre typisch rote Farbe. Im Gegensatz zum Spinat enthält der Roten Meier übrigens keine Oxalsäure und ist deshalb milder und bekömmlicher.

Genügsam und wirderstandsfähig

Im Garten oder im Kübel kann ein Roter Meier bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Er ist relativ anspruchslos und widerstandsfähig gegen viele Krankheiten und Schädlinge. So mögen z.B. Schnecken die rauen Blätter nicht und weichen lieber auf andere Pflanzen aus. Die Aussaat erfolgt je nach Wetterlage wischen Ende April und Anfang Mai, der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens 25 Zentimeter betragen. Überschüssige Keimlinge kann man bereits als leckere Sprossen im Salat verwenden. Als Standort bevorzugt der Rote Meier viel Sonne und lockere Gartenerde, Staunässe mag er dagegen nicht. Die Ente der Blätter der ca. 30 Zentimeter hohen Triebe ist bereits  nach 20 bis 30 Tagen möglich. Während eines Jahres kann man mehrmals ernten. Die mehrjährigen Sorten sind frostbeständig und überwintern als Wurzel. Wir sind also schon sehr gespannt, wie sich der Rote Meier in unserem Garten entwickeln wird.

(Tielbild: Homburger-landgarten.de)

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