Stadtgrün

Mobile Grüne Zimmer spenden Kühle

Mobile Grüne Zimmer Frankfurt

Mit dem Mobilen Grünen Zimmer will das Frankfurter Umweltdezernat zeigen, was Pflanzen gegen die Aufheizung der Städte ausrichten können. Dieses steht noch bis Mitte Oktober auf dem Gravensteiner Platz in Preungesheim.

Frankfurt ist eine Stadt der Bäume. Doch es gibt auch großflächig versiegelte Plätze, auf denen man sich im Sommer kaum aufhalten mag, weil sie sich in der Sonne stark aufheizen. Der Paul-Arnsberg-Platz im Frankfurter Ostend ist so einer, ebenso der Buchrainplatz in Oberrad oder der Gravensteiner Platz in Preungesheim. „Sie können entweder nutzungsbedingt nicht dauerhaft begrünt werden oder die vorhandenen Bäume sind nach einer Umgestaltung noch zu klein, um ausreichend Schatten zu spenden. Damit sind sie ideale Standorte für die Mobilen Grünen Zimmer“, erklärt uns Stephan Heldmann, Leiter des Frankfurter Grünflächenamts.

Mobile Grüne Zimmer Bepflanzung
Artenvielfalt auf kleinem Raum: die doppelseitige Wandkonstruktion der mobilen grünen Zimmer ist mit Nasch- und Blühpflanzen wie Erdbeeren, Minze, Thymian, Lavendel, Purpurglöckchen und Storchenschnabel bepflanzt. Das Dach bildet ein Spalier aus Kiwi-Ranken.

Dabei handelt es sich um eine fahrbare, mit Stauden und Kräutern bepflanzte Wandkonstruktionen im Format von drei auf fünf Metern mit beidseitig angebrachten Sitzflächen. Vier solcher Mobilen Grünen Zimmer hat die Stadt derzeit im Einsatz – sie stehen während der Sommermonate auf den drei zuvor genannten Plätzen. Das Vierte wird Anfang Juli von seinem bisherigen Standort am Grünflächenamt auf den Vorplatz des Frankfurter Zoos wechseln.

Förderprogramm für grüne Höfe, Dächer und Fassaden

Als wir uns auf der Sitzfläche auf dem Gravensteiner Platz niederlassen, spüren wir sofort, welchen Beitrag Pflanzen zu einem besseren Mikroklima in der Stadt leisten können. „Dieser Aha-Effekt ist – neben der unmittelbaren Aufwertung des jeweiligen Standorts – genau das, was wir mit den Mobilen Grünen Zimmern erreichen wollen“, bestätigt Heldmann. „Sie sollen die Nutzer für die Bedeutung von städtischem Grün als Schattenspender und Feuchtigkeitsspeicher, Lärm- und Staubfilter und nicht zuletzt als Beitrag zur Artenvielfalt sensibilisieren.“

Klimafonds Stadt Frankfurt
Um die Aufheizung eng bebauter und versiegelter Stadtteile abzumildern fördert Frankfurt Maßnahmen wie Hof-, Fassaden- und Dachbegrünungen.

Es wäre schön, wenn die bepflanzten Installationen auch als Anregung dienen würden, um mehr private Flächen zu entsiegeln und zu begrünen. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen im Mai und Juni und die damit einhergehende Aufheizung der Stadt zeigen ja, wie wertvoll jeder Beitrag zur Erhöhung des Grünanteils gerade für die verdichtete Innenstadt ist. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Frankfurt 2017 den zunächst auf fünf Jahre angelegten Klimafonds zur Förderung von 100 Hofbegrünungen, 100 Dachbegrünungen sowie 100 Fassadenbegrünungen aufgelegt. Zielgruppe sind private Haus- und Grundstückseigentümer, Unternehmen oder auch  Wohnungsbaugesellschaften. Es werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 50.000 Euro pro Maßnahme oder Liegenschaft, erstattet. Hier gibt es weitere Informationen zum Förderprogramm.

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