Rund ums Beet Selbermachen

Frisches im Winter: Ran an die Sprossen!

Eine ebenso einfache wie geniale Möglichkeit, sich das ganze Jahr mit frischer Vitalkost zu versorgen, ist das Züchten von Sprossen. Die kleinen Sämlinge, die man aus den verschiedensten Gemüse- und Getreidesorten gewinnen kann, brauchen keine Erde, sondern lediglich frisches Wasser und ein spezielles Glas zum Keimen. Sie eigenen sich also ideal für die Kultivierung in den eigenen vier Wänden. Die fertigen Sprossen bereichern nicht nur zahlreiche Gerichte, sie sind auch reich an Vitaminen und Mineralien.

Gartenkresse
Bei der Gartenkresse werden nur die oberen Teile Pflanzenteile gegessen (Bild: Wikipedia Agnieszka Kwiecie?)

Sprossen – die korrekte botanische Bezeichnung ist Sämlinge – sind kleine Wunderwerke der Natur. Man kann sie problemlos jahrelang lagern, ohne dass sie aufgehen. Werden die Samenkörner jedoch über Nacht in Wasser gelegt, treiben sie meist schon am nächsten Tag aus. Man kann ihnen dann förmlich beim Wachsen zusehen. Was wir Sprossen nennen, sind eigentlich Austriebe von Pflanzen oder aus Samenkörnen gekeimte Jungpflanzen. Werden nur die Pflanzenteile oberhalb des Samenkorns verzehrt, bezeichnen wir sie als Kresse. Das Besondere ist, dass Sprossen die ganze Kraft der künftigen Pflanze in sich tragen und deshalb besonders reich an Vitalstoffen sind, z. B. an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien.

Lecker roh und gekocht

Mungbohnen
Mungbohnen keimen besonders schnell.

Roh auf einem belegten Brot sind Sprossen ebenso lecker, wie als Bestandteil von Suppen oder  asiatischen Gerichten. Von einigen Hülsenfrüchten abgesehen, können alle Sprossenarten übrigens roh gegessen werden. Dann sind sie natürlich am gesündesten. Zu den beliebtesten Sprossensorten gehören Alfalfa, Gartenkresse, Radieschen, Rettich, Mungbohnen, Blattsalaten und Getreide. Aber auch Spargel, Bambus, Giersch, Hopfen und Kohl können als Sprossen genossen werden, um nur einige Sorten zu nennen. Die Geschmacksvarianten reichen von mild und frisch bei Mungbohnen, über nussig bei manchen Getreidesorten bis hin zu scharf bei Radieschen- oder Senfsprossen.

Keimen leicht gemacht

Zum Züchten von Sprossen benötigt man lediglich ein Keimglas. Es reicht auch ein Einmachglas und Sieb, aber ein Keimglas ist die eleganteste Lösung. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Glas, dessen Deckel aus einem Sieb besteht, das mit einem Standbein versehen ist. Auf diese Weise kann man die Keime leicht spülen und abtropfen lassen, indem man das Glas auf das Standbein stellt (s. Foto unten). So bleibt nur wenig Wasser im Glas übrig – genau die richtige Menge zum Keimen der Samen. Keimgläser und auch die Sprossensamen gibt es übrigens in jedem Bioladen oder Reformhaus.

Und so funktioniert’s:

1. In ein Schüsselchen mit Wasser einige Keimsaaten und geben und über Nacht quellen lassen (Achtung: das Volumen der Keime vervielfacht sich, wenn sie keimen, daher sollte man erst einmal mit 1-2 Esslöffel Saaten anfangen)

2. Am Folgetag das Wasser wegschütten, die Keime nochmals spülen und in das Keimglas geben (alternativ die Saaten in einem Sieb auswaschen und in ein Glas geben).

3. Die Keime täglich 2 – 3 Mal spülen. Die meisten Sprossen kann man dann nach ca. 3 – 7 Tagen ernten, manche auch erst nach 14 Tagen, wenn ein hoher Blattanteil gewünscht ist.

Manche Sprossen lassen sich übrigens bereits nach einem Tag essen. Dazu gehören zum Beispiel Getreidekeimlinge und Mungbohnensprossen. Ich esse letztere übrigens besonders gerne als Topping auf einem mit Avocadoscheiben belegten Guten-Abend-Brot. Na dann, guten Appetit!

Keimen Alfalfasprossen
Alfalfasprossen beim Amkeimen …
Keimen Alfalfasprossen 2
… in einem Keimglass ….
Keimen Alfalfasprossen 3
… und als fertige Sprossen.

 

 

 

 

 

 

 

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