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Heilpflanzen

Vogelmiere – lecker und gesund

Für die meisten Gartenbesitzer ist die Vogelmiere einfach nur ein lästiges Unkraut – zu Unrecht, denn die kleine Pflanze mit ihren hübschen weißen Sternblüten ist vielseitig nutzbar. So bietet sie nicht nur Schutz und Nahrung für den Boden, sie besitzt auch viel Heilkraft. Darüber hinaus ist das Nelkengewächs ein leckeres und gesundes Wildgemüse, das man das ganze Jahr über ernten kann.

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Charakteristisch für die Vorgelmiere sind die kleinen Sternförmigen Blüten (Foto: André Karwath)

Die Vogelmiere, unter anderem auch als Sternenkraut bekannt, ist eine Pionierpflanze und auf der ganzen Welt zu Hause. Die einjährige krautige Pflanze mit ihren charakteristischen weißen Blüten und haarigen Stengeln wächst bevorzugt rund um Häuser und an Wegen, aber auch auf Äckern und Schuttplätzen. Wie der Name schon verrät, wird sie von Vögeln als vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsquelle sehr geschätzt. Auch der Mensch nutzt die Vorgelmiere seit jeher als Wildgemüse und Heilpflanze. Ihr Ruf als „Unkraut“ erhielt sie durch ihre Vermehrungsfreudigkeit. So breitet sie sich gerne im Garten aus und kann frisch bearbeitete Böden rasch mit einem dichten Rasen überziehen. Doch sollten Gärtner ihren Nutzen nicht unterschätzen, denn die bis zu 40 Zentimeter langen Ausläufer nähren den Boden und schützen ihn im Sommer vor Austrocknung und im Winter vor Kälte.

Zahlreiche Heileigenschaften

Der Vogelmiere werden zahlreiche Heileigenschaften zugesprochen. So gilt sie als schleimlösend, blutreinigend und -stillend sowie harntreibend. Sie wird u.a. gegen Husten und Bronchialverschleimung eingesetzt, aber auch bei Hautproblemen und hilft sogar gegen Gelenkschmerzen und bei Frühjahrsmüdigkeit. Gesammelt werden kann die Heilpflanze das ganze Jahr über, sogar im Winter ist sie manchmal unter der Schneedecke zu finden. Am mineralstoff- und vitaminreichsten ist die Vogelmiere jedoch im Frühling. Sie enthält viel Vitamin C, Kalium, Kalzium und Zink. Zu den heilwirksamen Stoffen gehören Saponine, Flavonoide, Cumarine, Oxalsäure und ätherische Öle. Man kann sie gut als Tee zur äußeren und inneren Anwendung gebrauchen, als Salbe hilft sie hervorragend bei extrem trockener Haut, Hautekzemen und Schuppenflechte.

Leckeres Wildgemüse

Muur

Die Vogelmiere ist sehr vermehrungsfreudig und breitet sich rasch im Garten aus (Foto: Rasbak)

Nicht nur Vögel und Nagetiere schätzen die Vogelmiere als leckeres Futter, auch in der Küche lässt sie sich hervorragend als Salat, in Suppen und für Kräuterquarks verwenden. Zusammen mit einem Apfel und gerösteten Walnüssen kann man aus ihr schnell ein Frühlingssalat zaubern. Auch kleingeschnitten in Quark oder Joghurt und Sauerrahm kommt ihr frischer Geschmack, der an jungen Mais erinnert,  gut zur Geltung. Speisen mit Vogelmiere regen nicht nur die Verdauung, sondern auch den Stoffwechsel an. Daher helfen sie gerade jetzt hervorragend gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Anwendungsformen

Tee
Ein Tee aus frischen oder getrockneten Kräutern wird gegen Bronchitis, Husten, rheumatische Beschwerden und zur Anregung des Stoffwechsels eingesetzt. Äußerlich finden sie als Umschlag bei Leber- und Hautproblemen Anwendung.

Salbe
Eine Salbe aus Vogelmiere und Schweineschmalz lindert traditionell viele Hautbeschwerden, wie Ekzeme, Schuppenflechte, Juckreiz sowie schlecht heilende Wunden. 50 Gramm Schmalz werden sanft erhitzt und ca. 10 Gramm kleingeschnittene Kräuter hinzugegeben. Nach einer halben Stunde vom Herd nehmen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen wieder aufwärmen und durch Teefilterpapier oder eine dünnes Tuch in einen Salbentiegel gießen und abkühlen lassen.

 

 


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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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