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Gartenszene

Frankfurter Garten begrünt den Zukunftspavillon am Goetheplatz

Im Winter ruht alles Grün? Nicht so in Frankfurt. Am Freitag eröffnete auf dem Goetheplatz der Zukunftspavillon des Architektursommers Rhein-Main 2015. Betrieben und begrünt wird das temporäre Diskussionsforum vom Team des Frankfurter Gartens.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWer von der Kaiserstraße und Roßmarkt her in Richtung Goetheplatz läuft, stutzt erst einmal: der gewohnte Blick wird seit Freitag von einem 30 Meter langen und 8 Meter hohen Quader in Leichtbauweise verstellt. Für die nächsten zwölf Monate lädt der Zukunftspavillon des Architektur Sommers Rhein-Main (ASRM) Bürger und Besucher zu Diskussion und Begegnung ein. Wie wollen wir in Zukunft leben? Und wie könnten unsere Visionen das Stadtbild von Frankfurt und Offenbach verändern? Dies sind die Fragen, die im Rahmen diverser Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden in dem von Ian Shaw konzipierten und Céline Scherer umgesetzten Pavillon erörtert werden sollen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem von Architektur geprägten Kontext der Stellenwert des Grüns in der Stadt. Es passt daher, dass der Frankfurter Garten als Kooperationspartner den Architektursommer unterstützt.

Der Frankfurter Garten bringt das Gemüse zurück in die Stadt: Jetzt im Winter bilden rund 400 Kohlpflanzen die vertikale Begrünung des Zukunftspavillons.
 

Mehr Städter zur Selbstversorgung anregen

„Wir möchten mit kreativen Pflanzkonzepten wie begrünten Fassaden und Hochbeeten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass auch in der Stadt eine Selbstversorgung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln möglich ist“, erklärt Boris Wenzel vom Frankfurter Garten die Motivation. Entsprechend haben die Urbanen Gärtner die Fassade des Pavillons und die Hochbeete auf dem Goetheplatz passend zur Jahreszeit mit 400 Kohlpflanzen begrünt. Auch eine Teilfläche des von vielen Frankfurtern als trist empfundenen Goetheplatzes wird mit Hochbeeten gestaltet. Spätestens ab dem kommenden Frühjahr soll es dort blühen und sprießen.

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Der lichte Raum des Zukunftspavillons ist mit einer kleinen Bühne und diversen Sitzmöglichkeiten ausgestattet und kann von Bürgern, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen für Workshops und Veranstaltungen rund um das Thema nachhaltiger Lebensstil genutzt werden. Die vom Frankfurter Garten betriebene Bar versorgt Besucher mit Getränken und Snacks. 
 

Spannende Workshops und Dinnertalks

Das Team vom Frankfurter Garten hat sich einiges vorgenommen: Bis auf den Weihnachtsgarten an den Adventswochenenden ruht der Gartenbetrieb am Danziger Platz zwar. In der kommenden Saison soll aber auch dort wieder gegärtnert werden. Wenzel versichert: „Der Frankfurter Garten bleibt unser Mutterschiff. Hier am Goetheplatz haben wir jedoch die Chance, ein neues Publikum für unsere Themen zu interessieren.” Zum Beispiel bei einem der Workshops, die rund um den Zukunftspavillon angeboten werden. Los geht es am 5. und 12. Dezember mit dem zweiteiligen Workshop „Nachhaltig und gesund leben“. Wer sich für die Verbindung von Stadtentwicklung und nachhaltigem Lebensstil interessiert sollte in den kommenden Monaten auch immer mal wieder ins Programm des Zukunftspavillons schauen: Jeweils abends um 19.00 Uhr laden verschiedene Akteure zum Dinnertalk ein.

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Gärtnern und Architektur gehen beim Zukunftspavillon Hand in Hand: Die Pflanzkästen tragen durch ihr Gewicht zur Statik des Gebäudes bei. Die Bewässerung der Pflanzen erfolgt über ein ausgeklügeltes Regenwasser-System, das sich Wasserkreisläufe der Natur zum Vorbild nimmt. 
 

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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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