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Summ, summ!

Bienenretter setzen auf Schwarmfinanzierung

Bisher waren die Frankfurter Bienenretter vor allem durch ihre Führungen und Vorträge rund um die Honigbiene und ihre wilden Verwandten bekannt. Diese Bildungsarbeit soll künftig über eine eigene Pflegelinie für Naturkosmetik aus Honig, Wachs und Propolis finanziert werden. Zur Gründung einer kleinen Manufaktur sammeln die Bienenretter aktuell Startkapital per Crowdfunding.

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Im Bienenretter-Garten erhalten Kinder einen Einblick in die faszinierende Welt der Bienen, Bildquelle: Bienenretter

In ihrem Garten in Frankfurt Sachsenhausen praktizieren die Bienenretter seit 2011 das wesensgerechte Imkern. In Workshops für Kindergartenkinder und Schüler der 1. bis 8. Klasse schaffen sie ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit, erklärt an der sensiblen Rolle der Biene innerhalb unseres Ökosystems. Das von der UN-Dekade ausgezeichnete Projekt für Biologische Vielfalt trägt sich durch ehrenamtliches Engagement, Spenden und den Verkauf der eigenen Bienenerzeugnisse wie Honig und Propolis. Daraus ist in Kooperation mit einem Frankfurter Naturkosmetikpartner eine eigene Pflegelinie entstanden, die über den Bienenretter-Online-Shop und im Rahmen von Nachhaltigkeitsmessen vertrieben wird. Dieses Konzept stieß jedoch zunehmend an seine zeitlichen und räumlichen Grenzen, wie Bienenretter-Gründer Christian Bourgeois erzählt: „Uns hat daher die Idee eines Sozialunternehmens für Bienenretter-Naturkosmetik begeistert, das sich selbst tragen soll und dessen Erlöse wir wiederum in unsere Bildungsarbeit reinvestieren wollen. Neben Bildungsarbeit und Schutz der Biodiversität wird das Sozialunternehmen somit die dritte Säule des Bienenretter-Nachhaltigkeitsprojekts.“

Noch fehlt ein Drittel der Fördersumme

Für die Einrichtung einer kleinen Manufaktur im Raum Frankfurt und die ersten Schritte als Sozialunternehmen benötigen die Bienenretter 10.000 Euro Startkapital und haben dazu im Oktober eine Crowdfunding-Kampagne über Startnext gestartet. Das Crowdfunding-Kapital soll dazu genutzt werden, die passenden Räume für die Kosmetikproduktion einzurichten, aber beispielsweise auch um die Zertifizierung der Produkte voranzutreiben. Diese sollen von den Rohstoffen über die Lieferkette und Produktion bis hin zur Verpackung höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. „Wir freuen uns riesig, dass unser Konzept viele Menschen überzeugt hat und bereits zwei Drittel der Funding-Summe verbindlich zugesagt sind“, berichtet Christian. Allerdings wird es, wie so häufig bei Crowdfunding-Projekten, eng zum Schluss. Der Aufruf läuft noch bis zum 23. November. Bis dahin muss die komplette Fördersumme zusammengekommen sein, sonst gehen sämtliche Gelder zurück an die Unterstützer – so ist das Prinzip. Wer die Bienenretter beim Aufbau ihrer Manufaktur mit einem Beitrag unterstützen möchte, findet auf Startnext weitere Informationen.


Diskussion

Eine Antwort auf “Bienenretter setzen auf Schwarmfinanzierung”

  1. Crowdfunding kann für solche Projekte eine tolle Chance sein. Mittlerweile wird auch in den unterschiedlichsten Bereichen darauf zurückgegriffen und es ist beeindruckend zu sehen, was dadurch in der Vergangenheit schon alles realisiert werden konnte.

    Von Thomas | 1. Juni 2016, 10:47

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