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Heilpflanzen

Jetzt ist Erntezeit für die Wurzeln von Heilpflanzen

Der November ist eine hervorragende Zeit, um die Wurzeln von Heilpflanzen wie Beinwell, Löwenzahn und Meerrettich zu ernten. Der Grund: Mit Beginn der kalten Jahreszeit ziehen die Pflanzen ihre Vitalstoffe vermehrt in den Boden zurück, um so ihre Versorgung über den Winter zu sichern. Gestern haben wir unseren Meerrettich, der sich im Sommer prächtig entwickelt hat, im Garten ausgegraben und waren erstaunt, wie gut sich die heilkräftige Wurzel mit dem charakteristisch scharfen Geschmack inzwischen entwickelt hat.

Meerrettichwurzeln

Meerrettich sollte mit Achtsamkeit geerntet werden, da die Wurzeln leicht brechen können (Bild: pictokon.net).

Ein besonders guter Zeitpunkt, um zu ernten, ist nach dem ersten Frost, weil die Wurzeln dann am kräftigsten und wirksamsten sind. Idealerweise sollte man sie morgens sammeln, da bei zunehmender Wärme durch die Sonne die Energie nach oben wandert und die Wurzeln vorübergehend an Kraft verlieren. Doch manchmal ist es nicht leicht, überhaupt die richtige Pflanze zu finden, denn gerade im Herbst fehlt meist ein wichtiges Erkennungsmerkmal: die Blätter. Daher ist es ratsam, sich bereits im Sommer den Platz zu merken, an dem die Pflanze steht. Beim Ernten sollte man übrigens immer nur ein Teil der Wurzeln nehmen, damit die Pflanze im Frühjahr wieder austreiben kann. Wurzeln von mehrjährigen Pflanzen wie unserem Meerrettich, sollte man übrigens erst ab der zweiten Saison sammeln. Um diese beim Ausgraben nicht zu beschädigen, sollte die Erde vorsichtig entfernt werden. Daher am besten eine Handschaufel und nicht den Spaten nehmen.

Wurzeln schnell verarbeiten

Meerrettich

Leckere Ausbeute: Aus diesen beiden frisch geernteten Wurzeln lässt sich hervorragend eine Meerrettichsahne zaubern.

Nach dem Ausgraben die Wurzeln erst einmal unter fließendem Wasser mit einer Gemüsebürste schrubben, um die Erde zu entfernen. Doch Vorsicht: Bei Pflanzen mit weicher Rinde wie bspw. Beinwell darf die Rinde nicht beschädigt werden. Wer eine Tinktur herstellen möchte, sollte die Wurzeln gleich nach dem Säubern schneiden, da sie meist schnell trocken und dann zäh werden. Doch sie können natürlich auch getrocknet werden, um bspw. ein Pulver herzustellen. Das geht am besten in einem Dörrgerät oder im Ofen bei einer Temperatur zwischen 40 und 60 Grad Celsius. Danach die Wurzel in einem verschließbaren Glas oder in Papiertüten an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren. Da wir derzeit Gott sei Dank nicht unter Erkältungsbeschwerden leiden, haben wir uns allerdings entschlossen, aus unseren frisch geernteten Meerrettichwurzeln eine Meerrettichsahne zu machen. Die ist lecker und gesund!


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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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