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Gemeinschaftsgärten

Gemeinsames Gärtnern im Riederwald

Am vergangenen Samstag besuchten wir den „Riederwälder Garten“, ein neues Urban Gardening-Projekt in Frankfurt. Auf dem Johanna-Tesch-Platz nahe der gleichnamigen Haltestelle pflanzen engagierte Anwohner jetzt Gemüse und Kräuter in eckigen Hochbeeten. Ähnlich wie beim Griesheimer Bahnhofgärtchen kam die Starthilfe von einem Quartiersmanagement im Rahmen des städtischen Programms „Aktive Nachbarschaft“. Auch das Grünflächenamt spielt bei dem Projekt eine wichtige Rolle.

Befüllung der Beete des Riederwälder Gartens

Um die großen sechseckigen Hochbeete mit Erde zu füllen, arbeiten die Riederwälder Gärtner Hand in Hand.

Versteckt zwischen Wohnblöcken und etwas abseits vom lärmigen Erlenbruch liegt der Johanna-Tesch-Platz. Bei unserer Ankunft sehen wir einige Hobbygärtner, die an der östlichen Ecke des kleinen mit Bäumen umgebenen Parks sechseckige Hochbeete ausbessern und mit der Schubkarre fleißig Erde herankarren. Wir sprechen mit Quartiersmanagerin Sandra Abild über die Anfänge des Gartenprojekts: „Bereits im April hatten wir auf Anregung der Bewohner eine Verschönerungs-Aktion an der Schäfflestraße, Ecke Raiffeisenstraße durchgeführt. Gemeinsam bestückten wir den Sparkassen-Aufgang mit Zierpflanzen, bepflanzten einen leeren Pflanzkübel vor der evangelischen Kirche und verschönerten den Platz vor der Post mit bunten Blumen und Pflanzen.“ Die Idee zum Riederwälder Garten sei bei der Pflanzaktion entstanden. „Ausschlaggebend war die Urban Gardening-Bewegung und der Wunsch einen grünen Treffpunkt für die Menschen im Stadtteil zu schaffen“, nennt Abild die wesentlichen Beweggründe für das Projekt.

Hochbeete vom Bockenheimer Garten

Riederwald 4

Quartiersmanagerin Sandra Abild.

Wie wir erfahren, sind alle Aktiven freiwillige Helfer und wohnen in der Nähe des Johanna-Tesch-Platzes. „Wir wollten einfach, dass die Wege nicht so weit sind“, sagt die Quartiersmanagerin. Sieben urbane Gärtner gibt es derzeit, doch der Garten soll weiter wachsen. „Ich mache zwar im Rahmen meiner Arbeit beim Diakonischen Werk viel Werbung. Das meiste läuft aber über Mund-zu-Mund-Propaganda.“ Einen wichtigen Anteil an der Entstehung des Projekts hatte Simone Oppl vom Grünflächenamt. „Wir wählten gemeinsam den Platz aus. Sie beriet uns von Anfang an, wen wir noch ins Boot holen müssen“, informiert Abild weiter. „Außerdem stellte sie den Kontakt zum Bockenheimer Garten her, von dem die ausgedienten Hochbeete stammen.“ Das Grünflächenamt habe sich dann um den Transport und die Aufstellung der sechseckigen Pflanzkästen gekümmert, die sich noch darin befanden.

Vor allem ein soziales Projekt

Vorbereitung der Hochbeete des Riederwälder Gartens

Vor ihrem Einsatz mussten die Hochbeete teilweise noch repariert werden.

Beim Gespräch mit den urbanen Gärtnern erfahren wir, dass in den neuen alten Hochbeeten vorrangig Gemüse und Kräuter angepflanzt  werden sollen. Da es bereits Sommer und damit recht spät zum Einpflanzen ist, wurden Zucchini und Mohrrüben vorgezogen. Wie wir später erfuhren, kamen sie noch am gleichen Tag in die Beete. „Wichtig ist nicht nur das Gärtnern“, macht Abild deutlich. „Es geht vor allem darum, eine Plattform zu schaffen, damit sich die Menschen im Stadtteil wieder kennenlernen und austauschen. Es kann sich also jeder aus dem Viertel gerne am Riederwälder Garten beteiligen.“ Fester Treffpunkt ist an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 11 Uhr und an jedem letzten Freitag im Monat ab 17.30.“ Wir sind gespannt, wie sich das Urban Gardening-Projekt weiterentwickelt und werden ihm bei nächster Gelegenheit wieder einen Besuch abstatten. Und vielleicht gibt es dann ja auch schon etwas zu ernten.



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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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