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Nur die besten Kräuter dürfen in die Grie Soß

Sieben Kräuter gehören in die Grie Soß, das weiß in Frankfurt jedes Kind. Dass jedes Jahr aufs Neue mit Leidenschaft über die richtige Zubereitung diskutiert wird, liegt vielleicht daran, dass die Grüne Soße nicht nur eine lokale Spezialität ist, sondern auch gelebte Familientradition.

Gruene-Sauce-DenkmalWas haben die Frankfurter nur mit ihrer Grie Soß, mag man sich als Auswärtiger denken. Bricht denn gleich die Welt zusammen, wenn sich ein paar Blättchen von Bärlauch und Zitronenmelisse oder ein Stengel Dill unter das Blattgrün mogeln? Nix da, winkt der Liebhaber des unverfälschten Geschmacks ab: In die Grüne Soße gehören Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch – und das war’s. Damit es diesbezüglich kein Vertun gibt, hat man im Stadtteil Oberrad, wo die meisten Kräuter für die küchenfertig zusammengestellten Grie Soß-Pakete herkommen, den berühmten Sieben ein Denkmal gesetzt. Besonders hübsch anzuschauen ist dieses in der Dämmerung, wenn die von der Künstlerin Olga Schulz entworfenen Gewächshäuschen in den unterschiedlichen Grüntönen der jeweiligen Kräutersorte um die Wette leuchten.

Fröhlicher Wettstreit um die beste Grüne Soße

Saison hat die Grüne Soße, die kalt zu Pellkartoffeln, hartgekochten Eiern, Spargel, Schnitzel oder auch Tafelspitz gegessen wird, bis in den Herbst hinein. Im Frühjahr ist der Appetit auf frisches Grün allerdings am Größten. Folgerichtig wird auch das Grie Soß-Festival alljährlich im Mai ausgetragen. Eine Woche lang steht der Frankfurter Roßmarkt täglich im Zeichen von Essen, Trinken, Musik und Kabarett rund um die Kräuter-Spezialität. Wem das zu trubelig ist, der bereitet sich seine Grüne Soße lieber selbst zu und kann dann auch sicher sein, dass sie nicht zu dünnflüssig oder dickpampig, nicht zu sauer und nicht zu salzig gerät. Wie genau Konsistenz, Farbe und Geschmack der Grie Soß sein sollten, dazu gibt es wohl so viele Meinungen wie Rezepte im Umlauf sind. Wir haben die erste Grüne Soße des Jahres wie viele Frankfurter am Ostersonntag mit der Familie im Garten genossen. Zubereitet hat sie Thomas‘ Mutter nach altbewährtem, über mindestens drei Generationen überlieferten Rezept – und natürlich schmeckt sie uns so am allerbesten …

Drei-Generationen-Rezept für die Grie Soß

(für 5 bis 6 Personen)

1 Päckchen frische Kräuter für die Grie SoßGruene Soße
1 Becher Saure Sahne
5 EL selbst gemachte Mayonnaise oder Miracel Whip
1 Tasse Gemüsebrühe
1 EL mittelscharfer Senf
2-3 hart gekochte Eier
8-10 Gürkchen
 
(Das Rezept kommt ohne zusätzliches Salz, Pfeffer, Öl, Essig und Zitronensaft aus.)
 

Die Kräuter sollten frisch und knackig sein (Paket vom Markthändler öffnen lassen!). Sehr fein mit dem Wiegemesser oder der Küchenmaschine hacken. Die Soße aus oben genannten Zutaten anrühren. Hart gekochte Eier und Gürkchen kleinschneiden und unterheben. Zuletzt die Kräuter zufügen. Möglichst bald verzehren, um das volle Aroma der Kräuter zu genießen!


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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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