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Heilpflanzen

Salbei hilft nicht nur gegen Halsschmerzen

Salbei ist ein bekanntes Heil- und Küchenkraut, das nahezu überall wächst und gedeiht, so auch in unserem Garten. Gerade in der kalten Jahreszeit besitzen die Blätter der Salvia officinalis eine wohltuende Wirkung, denn sie helfen wirksam gegen Husten und Halsschmerzen. Das sind jedoch bei weitem nicht die einzigen positiven Eigenschaften dieser wunderbaren Allround-Pflanze, die an ihrem würzigen Geruch leicht erkennbar ist.

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Typische Blütenstände des echten Salbeis.

Der seit der Antike als Heilpflanze bekannte Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist heute weltweit verbreitet. Er wird bis zu 70 Zentimeter hoch und wuchert schnell aus. Die gegenständigen, weißfilzigen Blätter besitzen oft einen silbernen Schimmer und strömen einen bitteren, würzigen Duft aus. Bekannt ist die Gattung Salvia (von lat. „salvare“= heilen, gesunden) bei den Gärtnern auch für ihre Formenvielfalt. So wird zwischen sage und schreibe rund 1.100 Arten unterschieden. Entsprechend verschieden sind Aussehen, Blüten, Formen und Größen der einzelnen Unterarten. Außer beim Wiesensalbei, bei dem man auch die lila Blüten zum Gurgeln verwenden kann, werden ausschließlich die Blätter mit ihrer desinfizierenden und zusammenziehenden Wirkung genutzt.

Vielseitig einsetzbar

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Salbei wie diese Kalifornische Art gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen.

Genauso vielfältig wie das Erscheinungsbild ist auch die Heilwirkung des Salbei. Verantwortlich dafür sind die zahlreichen heilaktiven Inhaltsstoffe. Dazu zählen u.a. ätherische Öle, Kampfer, Flavanoide, Gerbstoffe, Menthol, Salizylsäure und verschiedene Vitamine, um nur einige zu nennen. Gesammelt werden die Blätter am besten direkt vor oder nach der Blüte im Mai und September, sie sind aber das ganze Jahr wirksam. Hier eine Auswahl an Einsatzmöglichkeiten:

Als Tee hilft Salbei gegen Halsentzündungen, Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungskrankheiten. Zudem unterstützt er die Verdauung und stärkt den Magen. Auch gegen Krämpfe und Darmstörungen ist er hilfreich. Des Weiteren kann er gegen starkes Schwitzen und Nachtschweiß eingesetzt werden. Insgesamt wirkt der Tee kräftigend, appetitanregend und krampflösend. Äußerlich  kann man die zerriebenen Blätter erfolgreich bei Insektenstichen und zur antibakteriellen Waschung bei Wunden und Ekzemen einsetzen. Als Sitzbad stärkt Salbei die Nerven und hilft gegen Unterleibserkrankungen bei Frauen. Ein Aufguss mit Salbei ist bei blutendem Zahnfleisch, Zahnfleischschwund und gegen Entzündungen der Mundschleimhaut sehr wirksam.

Trotz der vielen guten Eigenschaft als Heilpflanze sollte man nicht die kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten des Salbei vergessen. So ist er richtig dosiert ein leckeres Gewürz für viele Fleisch- und Fischgerichte und lindert die Wirkung fetter Speisen.

Anwendungsformen:

Tee zum Trinken und Spülen: 1 Teelöffel Salbei auf 1/4 Liter heißes Wasser, kurz ziehen lassen.

Sitzbäder: Zwei Doppelhände Blätter über Nacht in kaltem Wasser ansetzen. Am Folgetag erhitzen und zum Kochen bringen. Den erwärmten Auszug dem Badewasser zugeben.


Diskussion

2 Antworten auf “Salbei hilft nicht nur gegen Halsschmerzen”

  1. Die unermüdlichen Blüher sind außerdem eine tolle Bienenweide. Und es gibt sie in Kräutergärtnereien in verschiedensten Formen und Duftaromen – vom Ananas- bis zum Johannisbeersalbei.

    Von Sonja | 20. Januar 2014, 16:40

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