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Heilpflanzen

Kornelkirschen sind ideal als pikante Begleiter

Von der Kornelkirsche hatte ich vorher nie gehört, bis wir sie bei einem Kurzurlaub in der Rhön vorgestellt bekamen und kosten durften. Roh sind die kleinen bohnenförmigen Kirschen sauer wie Zitronen. Wir haben dennoch eine Tüte zu Experimentierzwecken gesammelt und sind auf einen interessanten Begleiter für die pikante Küche gestoßen.

Die Kornelkirsche, auch Dirndl, Herlitze oder Kornelle genannt, ist botanisch keine Kirsche, sondern ein Hartriegelgewächs. Dennoch sehen die im September reifenden Wildfrüchte wie etwas kleinere, leicht bohnenförmige Kirschen aus. DSCF4096 LargeUnd sie sind auch mit einem kirschähnlichen Kern ausgestattet. Wer die Pflanze einmal kennt, wird überrascht sein, wie häufig sie ihm am Rand von Spazierwegen und gerade auch in Parks begegnet. Denn hier werden die Sträucher gerne gepflanzt, weil sie schon im Februar hübsche gelbe Blüten tragen. Das macht sie nicht zuletzt zu einer wertvollen Bienenweide. Wie alle Wildfrüchte ist die Kornelkirsche reich an Vitamin-C. Hildegard von Bingen hob zudem ihre Heilwirkung für den Magen hervor.

Chutney aus Birnen und Kornelkirschen

Geerntet wird die Kornelkirsche, wenn sie dunkelrot ausgereift ist und sich leicht vom Stiel löst. Dann lässt sie sich auch roh als Joghurt- oder Müslibeigabe sowie für Süßspeisen verwenden. Darüber hinaus gibt es viele weitere Verarbeitungsmöglichkeiten für Kornellen, wie etwa die Herstellung von Fruchtmus, Gelee und Marmelade, Likör und sogar Bonbons. Wir wollten aus unseren ersten Kornelkirschen etwas Pikantes machen, das den säuerlich-herben Geschmack der Früchte gut zur Geltung bringt, und entschieden uns für die Zubereitung eines Birnen-Kornelkirschen-Chutneys.

DSCF4113 (Large)

Basiszutaten:

400 g Birnen, geschält, entkernt und gewürfelt

100 g Kornelkirschen, Fruchtmus ohne Kern

½ TL Salz

50 g Zwiebeln, fein gewürfelt

50 g Rosinen

150 g Rohrohrzucker

wahlweise Saft von zwei Limetten oder einer Orange

 

Zum individuellen Abschmecken:

frischer Ingwer, fein geschnitten

Chilischote, fein geschnitten

Zimt, gemahlen

Muskatblüte, gemahlen

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben und solange köcheln lassen bis die Flüssigkeit gebunden ist und das Chutney eine marmeladenartige Konsistenz hat. Heiß in Twist-Off-Gläser füllen und kühl lagern.

Passt gut als Beilage zu Wild und Käse oder als pikanter Brotaufstrich.


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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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