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Heilpflanzen

Holunder macht fit für den Herbst

Schwarzen Holunder findet man in zahlreichen Gärten, so auch in unserem. Ich habe diesem Strauch bislang wenig Beachtung geschenkt, der zuerst weiße Blüten-Dolden trägt und später dann die charakteristischen schwarzen Beeren. Da er nah an unserer Hütte wuchert, wollte ich ihn sogar schon entfernen. Doch wieder einmal habe ich mich lieber erst informiert und herausgefunden, dass dies ein Fehler wäre, denn Holunder ist eine heilkräftige Pflanze, deren Blüten und Beeren einen hohen Vitamingehalt besitzen, denen auch eine Immunsystem stärkende Wirkung nachgesagt wird. Sie eignen sich damit ideal zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten.

Der Holunder-Strauch kann bis zu sieben Meter hoch werden. Die Rinde seines Stamms ist in jungen Jahren braun gefärbt und wird mit zunehmendem Alter graubraun. Die stark duftenden Blüten sind als Dolden angelegt und blühen zwischen Juni und Juli. Im August reifen dann die schwarz-violetten Beeren heran, die in den charakteristischen Dolden herabhängen. Heilkräftig sind vor allem die Blüten und Beeren. Beide enthalten Vitamin C, B-Vitamine und Folsäure sowie ätherische Öle und Flavonoide, die das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken.

Die Blüten werden getrocknet und als Tee verabreicht, der schweißtreibend und fiebersenkend sein soll. Die ätherischen Öle kombiniert mit dem heißen Wasser lösen  Schleim im Nasen- und Rachenraum. Die Beeren werden gerne zur Herstellung von Holundersaft verwendet, der das Immunsystem stärkt. Doch auch die Rinde des Holunderstrauches besitzt Heilwirkung. Mit heißem Wasser übergossen, wird sie als Tee verabreicht. Dieser soll entwässern und somit zur Reinigung der Nieren beitragen – eine Wirkung, die auch den Beeren und Blüten nachgesagt wird.

Anwendungsformen

HOLUND~1

Unreife Holunderbeeren dürfen niemals roh verzehrt werden, denn sie enthalten ein Pflanzengift.

Tee: 1 Teelöffel getrocknete Blüten, Rinde oder reife Beeren werden mit heißem Wasser  aufgegossen. 10 Minuten stehen lassen und dann schluckweise trinken.

Saft: Reife Holunderbeeren werden im Topf erhitzt (nicht kochen, damit die Vitamine nicht verloren gehen). Heiß trinken zum Schwitzen oder abkühlen lassen zur Vorbeugung gegen Erkältungen.

Fußbad: Blüten mit heißem Wasser übergießen und mit kaltem Wasser auffüllen, bis die Temperatur angenehm ist. Hilft gegen schwere Beine und geschwollene Füße.

Achtung: Niemals unreife Beeren oder Rinde, Blüten roh  verzehren, denn dies kann zu Erbrechen führen! Vor der Verarbeitung die Beeren und Blüten immer erhitzen, da sie Sambunigrin, ein Pflanzengift, enthalten, das aber bei Hitze zerstört wird. Den Schwarzen Holunder darf man auch nicht mit dem Zwergholunder verwechseln, dessen Beeren ebenfalls schwarz, aber giftig sind.


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Auch ein verregneter Sonntag hat seine schönene Seiten. Gesehn bei der Pflanzentauschbörse auf dem Ginnheimer Kirchplatz.
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